Von der Quote zum Quötchen

Öffentliche oder private Ämter sind diskriminierungsfrei allein nach dem Maßstab der Qualifizierung und der Leistung zu besetzen. Die AfD lehnt Gleichstellungspolitik durch Quoten als normierenden Zwang ab. (Quelle: Wahlprogramm AfD zur Bürgerschaftswahl 2015)

Von Cornelia Möhring

Die meisten Gleichstellungsgesetze verankern die Frauenförderung, da Frauen aufgrund der problematischen Vereinbarkeit von Familie und Beruf benachteiligt seien. In der modernen Gesellschaft trifft dies jedoch sowohl auf Mütter als auch auf Väter zu. Es trifft aber nicht bei kinderlosen Frauen zu. Nach geltendem Recht ist es zulässig, bei gleicher Qualifikation eine kinderlose Frau einem Vater bei der Stellenbesetzung vorzuziehen. Diese antiquierte Rechtslage wird weder der gesellschaftlichen Realität noch dem Rechtsempfinden gerecht. (Quelle: Wahlprogramm AfD zur Bürgerschaftswahl 2015) „Von der Quote zum Quötchen“ weiterlesen

So lange brauchen wir Gleichstellungsgesetze

In der Privatwirtschaft wie im Öffentlichen Dienst muss bei Stellenbesetzungen im Grundsatz die Qualifikation, nicht das Geschlecht den Ausschlag geben. Chancengleichheit für Frau und Mann auf allen gesellschaftlichen Feldern zu unterstützen und einzufordern muss das übergeordnete Ziel der Politik sein, anstatt Quotenregelungen und einzelfallbezogene Vorschriften zu erlassen. (Quelle: Europa-Wahlprogramm)

Von Karin Schönewolf

Es wäre ja so wunderbar, wenn Chancengleichheit das übergeordnete Ziel der Politik wäre. Stimmt, dann bräuchten wir keine Quote oder „einzelfallbezogene Regelungen“. Da dies aber nicht der Fall ist, brauchen wir Quoten und gesetzliche Regelungen. „So lange brauchen wir Gleichstellungsgesetze“ weiterlesen